Die Prophezeiung der Hawkweed [Rezension]


Titel: Die Prophezeiung der Hawkweed
Autor:Irena Brignull
Verlag: S. Fischer Verlag
Teil: Einzelband
Seiten: 400
Preis: 17,99€ (Hardcover)
Bewertung: 3/5 Einhörner

Klappentext:
Zwei Mädchen. Zwei Welten. Eine Prophezeiung
Ember und Poppy kommen in derselben finsteren Gewitternacht in weit voneinander entfernten Teilen des Landes zur Welt. Durch einen mächtigen Fluch werden sie noch in der Sekunde ihrer Geburt vertauscht. So wächst das Mädchen Ember in einem Clan von Hexen auf. Und Poppy, die Hexe, in einer Kleinstadt in England.
Doch Poppy fliegt von jeder Schule, weil ihr dauernd seltsame Dinge passieren: Wenn sie wütend wird, zerspringen in ihrer Nähe Fensterscheiben oder Dinge fliegen durch den Raum. Ihre Mitschüler halten sie für einen Freak, und Poppys einzige Freunde sind die Katzen. Nur draußen vor der Stadt fühlt sie sich wirklich frei.
Ember hingegen hat keine Ahnung, wie man die Kräfte der Natur heraufbeschwört oder einen Zauber ausspricht, und für das Leben im Wald bei den Frauen des Hexen-Clans ist sie zu zart und verletzlich.

Immer und überall spüren die beiden, dass sie anders sind und nicht dazugehören. Doch von der uralten Prophezeiung, die ihr Schicksal bestimmt, ahnen sie nichts. Erst als sie sich eines Tages gegenüberstehen, wissen sie, dass es einen Ort geben muss, an dem sie glücklich sind. Und dass es höchste Zeit ist, für dieses Glück zu kämpfen. Denn in irgendeiner Stadt im Süden ist Embers leibliche Mum gerade dabei, den Verstand zu verlieren. Und in den Wäldern im Norden formieren sich die Hexenclans für die letzte Schlacht um den Thron.
Quelle: S. Fischer Verlag

Meine Meinung:
Ich beginne einfach mal mit dem Anfang: Der Beginn der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Wir lernen Ember und Poppy kennen, und sehen, mit was für Problemen sie in den unterschiedlichen Welten zu kämpfen haben. Dabei ist mir positiv aufgefallen, dass es in diesen Szenen keine Fremdschäm-Momente gab, wenn die Mädchen sich ihren Welten nicht passend verhalten haben, sondern es wurde eher Mitleid ausgelöst.
 Relativ am Anfang treffen die Beiden aufeinander und obwohl sie sich so unterschiedlich sind, entwickelt sich eine wunderschöne, realistische Freundschaft zwischen ihnen. Poppy zeigt Ember Dinge aus ihrer Welt, wie z.B. Nagellack oder Klatschmagazine. Ich finde, dass die Freundschaft der Mädchen wirklich wunderschön beschrieben ist, denn beide hatten bis zu dem Zeitpunk noch keine richtigen Freunde und wissen sich daher umso mehr zu schätzen. 
Irgendwann erzählt Ember Poppy jedoch von der Welt der Hexen, worauf hin diese nur noch Bücher liest, die Ember ihr mitbringt. Und ab dem Moment ist die Geschichte für mich leider gekippt. Denn Poppy hat sich nicht mehr um die Freundschaft zu Ember gekümmert, hat nurnoch Bücher über das Hexen verschlungen. Und als sie dann herrausgefunden hat, dass sie selber eine Hexe ist, ist sie komplett in der Magie versunken. Zu allem Überfluss gab es dann auch noch einen Jungen, in den sich beide Mädchen verliebt haben.
 Die ganze Hexen-Geschichte fand ich eigentlich ganz spannend, doch das Ende hat mir wirklich überhaupt nicht gefallen. Bis kurz vor dem Ende ist kaum etwas passiert, und dann wurde es wirklich unübersichtlich und chaotisch, und wie gesagt: Das Ende konnte mich überhaupt nicht zufriedenstellen.
Poppy und Ember als Protagonisten haben mir am Anfang sehr gut gefallen, aber das hat sich leider mit der Zeit geändert. Poppy wurde total egoistisch und hat sich nicht mehr um ihre Freundschaft gekümmert und Ember hat sich zu einem Mädchen mit High-Heels und pinkem Lippenstift verwandelt. Diese Charakterveränderungen haben mir leider überhaupt nicht gefallen.
Zum Schreibstil möchte ich noch sagen, dass sich das Buch wirklich sehr leicht lesen lässt, und bis auf den Punkt, dass manche Dinge vielleicht etwas zu detailliert beschrieben wurden (mich interessiert wirklich nicht, wie eine Hexe auf die Toilette geht), hatte ich mit dem Schreibstil keine Probleme.

Fazit:
Die Prophezeiung der Hawkweed hat mir am Anfang wirklich sehr gut gefallen, doch die Endwicklungen der Charaktere und das chaotische und unübersichtliche Ende haben mir überhaupt nicht gefallen.

 
Euer Einhorn

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen