Hinter den Augen der Welt [Rezension]


Titel: Hinter den Augen der Welt
Autor: Tess Schirmer
Verlag: Querverlag
Teil: Einzelband
Seiten: 480
Preis: 16,90€
Bewertung: 4/5 Einhörner

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!
Klappentext:

Das Leben der jungen Mary Grosvenor im England des 17. Jahrhunderts besteht aus Reiten, eleganten Ballkleidern und dem Streben nach gesellschaftlicher Anerkennung. Kein Wunder, dass Fynn, der schweigsame und geheimnisvolle Stallbursche auf Eaton Hall, ihre Welt auf den Kopf stellt.
Als sich bald herausstellt, dass es sich bei dem zupackenden jungen Mann um eine Frau handelt, ist Mary zunächst entsetzt und erkennt schnell, dass Fynn ihr eben deshalb die Sinne so zu vernebeln vermag.
Diese unmögliche Liaison beäugen jedoch viele mit Skepsis und Missgunst: die Tochter des intriganten Earls of Marlborough, Elizabeth; Marys Zofe Camillia, die eigene dunkle Geheimnisse hegt, und nicht zuletzt Marys Vater sowie ihr Halbbruder Richard, die Mary den Familieninteressen unterwerfen wollen – bei einem Hexenprozess zeigt sich schließlich das wahre Gesicht aller Beteiligten.
Quelle: Querverlag

Meine Meinung:
Vorab möchte ich erwähnen, dass dies mein erster historischer Roman ist, und ich somit keinen Vergleich zu anderen Büchern aus dem Genre habe. Ich wollte euch trotzdem gerne meine Meinung zu diesem Buch mitteilen.
Fangen wir wie immer mit den Charakteren an: Mary, unsere Protagonistin, ist eine junge Adelige, die bis jetzt in einem Meer aus schönen Kleidern gelebt hat. Doch als sie den Stalljungen Fynn kennenlernt, ändert sich ihre Sicht auf die Dinge und generell auf das Leben. Mary verändert sich also im Laufe des Buches sehr, was aber nicht heißt, dass sie am Anfang keine starke Person war. Ganz im Gegenteil, ich finde, dass sie schon am Anfang für ihre Verhältnisse eine sehr starke Frau ist. Ich glaube nicht, dass ich noch erwähnen muss, dass auch Fynn einen sehr starken Charakter hat.
Die Liebesgeschichte der Beiden finde ich sehr schön aufgebaut; Mary bemerkt Fynn, da diese sie nicht so behandelt wie alle anderen Angestellten es tun. Dadurch kommen sich die beiden näher und es entsteht eine realistische Beziehung.
Auch die anderen Charaktere sind mir ans Herz gewachsen, vor allem der Stalljunge Jacob. Und auch die Geschichte der Zofe Camillia fand ich bis zum Ende spannend. Auch wenn ich ab einem gewissen Moment dann doch erahnen konnte, wie die Auflösung schlussendlich sein würde.
Als es dann zu dem Hexenprozess kam, habe ich so ein bisschen den Überblick verloren und die Geschichte konnte mich nicht mehr so stark packen wie am Anfang.
Das Ende finde ich total traurig, aber gleichzeitig auch sehr schön. 
Zum Schreibstil möchte ich noch sagen, dass es mir teilweise so vorkam, als hätte die Autorin zeitweise vergessen, dass sie ja in altertümlicher Sprache schreiben musste, da es unabhängig von der Handlung Teile gab, die in alter Adelssprache verfasst sind, und dann wieder Teile, die in einer etwas moderneren Sprache geschrieben sind.
Im Allgemeinen kann ich aber sagen, dass mir dieses Buch das Genre "Historischer Roman" sehr schmackhaft gemacht hat, ich werde wohl bald mehr aus dieser Richtung lesen.

Fazit:
Hinter den Augen der Welt ist ein guter historischer Roman mit tollen Charakteren und einer schönen Geschichte, bei der ich am Ende aber leider etwas den Überblick verlohren habe und die teilweise ein bisschen vorhersehbar ist.

 
Euer Einhorn

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