{Rezension} Fangirl



Titel: Fangirl
Autor: Rainbow Rowell
Verlag: Hanser
Teil: Einzelband
Seiten:480
Preis: 18,00€ (Hardcover) / 13,99€ (e-Book)
Bewertung: 3,5/5 Einhörner

Klappentext:

Die Zwillinge Cath und Wren sind unzertrennlich, bis Wren beschließt, dass ihr Jungen und Partys wichtiger sind als das gemeinsame College-Zimmer. Ein harter Schlag für Cath, die sich immer weiter in ihre Traumwelt zurückzieht: Beim Lesen und Schreiben von Fanfiction lebt sie ihre Vorstellungen von Liebesbeziehungen aus. Mit Erfolg – Tausende Leser folgen ihr. Doch als Cath dann Nick und Levi näher kennenlernt, muss sie sich fragen, ob sie nicht langsam bereit ist, ihr Herz echten Menschen zu öffnen und über Erfahrungen zu schreiben, die größer sind als ihre Fantasien. Ein mitreißendes Jugendbuch von Bestsellerautorin Rainbow Rowell über die erste Liebe – in der Fantasie und im echten Leben.
Quelle: Hanser

Meine Meinung:
Eigentlich wollte ich dieses Buch auf Englisch lesen, da man es ja wirklich überall sieht und ich dachte, ich müsste es auch lesen. Dann habe ich jedoch gesehen, dass es auch auf Deutsch erscheint und habe es mir dann gekauft.
Ich muss sagen: Ich hatte zu hohe Erwartungen an das Buch. Nachdem Eleanor & Park für mich eins der schönsten und tiefgründigsten Bücher war, die ich je gelesen habe, habe ich das auch von Fangirl erwartet. Und auch die anderen Meinungen ließen mich in dem Glauben. Doch in der Geschichte erwartete mich nur der mehr oder weniger spannende Alltag eines Fangirls, dessen Probleme zwar interessant, aber nichts allzu Besonderes waren.
Die Geschichte spielt an einem College, was ich ganz interessant fand, da dies tatsächlich mein erstes Buch mit diesem Setting war. Man merkt, dass ich kein New Adult lese ;) Cath, unsere Protagonistin, wird hier mit mehreren Problemen konfrontiert: Ihre Schwester, Wren, wendet sich von ihr ab, da sie das College - Leben in vollen Zügen genießen will. Sie ist teilweise mit dem Studium überfordert. Sie verkriecht sich in ihrer Fanfiction - Welt. Sie hat Probleme, neuen Leuten zu vertrauen. Und noch ein paar mehr Probleme. Ich finde, dass sie zu viele Probleme hat, um auf mich realistisch zu wirken. Es hätte mir besser gefallen, wenn das Buch sich nur mit ein paar Problemen beschäftigt hätte, anstatt alles auf einmal zu beschreiben. Zudem kam, dass ich das Gefühl hatte, dass es oft mit der Geschichte nicht weiterging. Cath lebte so ihr Leben, ohne dass es vor oder zurück ging. Auch die schlussendlichen Problemlösungen kamen mir sehr unrealistisch vor, da diese Probleme mit diesen simplen Lösungen kein eigenes Buch verdient hätten. Außerdem ist mir etwas sehr negativ aufgefallen, und zwar wird Cath am Anfang doch sehr speziell dagestellt, auch mirt sehr vielen Ängsten, die am Ende einfach verschwunden sind. Hier mal ein Beispiel: Am Anfang hat Cath so sehr Angst davor, neue Menschen zu treffen, dass sie sich nicht einmal alleine in die Mensa traut und lieber hungert. Diese Angst verschwindet im Laufe der Geschichte, was ich sehr unrealistisch finde, da ich glaube, dass es viel Zeit braucht, solche Ängste zu besiegen.
Also, ich hatte mir von diesem Buch etwas sehr tiefgündiges versprochen, und ich hatte anfangs auch das Gefühl, dass die Autorin so etwas auch schreiben wollte, doch schlussendlich hat dieses Buch nur das Leben eines etwas anderen Teenagers beschrieben. Allerdings muss ich auch sagen, dass mich das Buch doch gut unterhalten konnte, gerade, was die Liebesgeschichte anging. Denn diese war nicht einfach da, auf sie wurde hingearbeitet.
Zum Schreibstil möchte ich noch sagen, dass ich oft verwirrt war, und manche Sätze auch nach mehrfachem Lesen nicht wirklich verstanden habe.

Fazit:
Dieses Buch ist ein schönes Buch, dass den Alltag eines Mädchens beschreibt, die nur in ihrer eigenen Welt lebt. Wer hier jedoch etwas Tiefgründiges wie in Eleanor & Park sucht, kann meiner Meinung nach nur enttäuscht werden.

 
Euer Einhorn 

 

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